Themen

Die Abteilung Segeln…
Wasserwandern
Die Geschichte…

Die Abteilung Segeln…

Bild mit Hafenansicht

der Wassersportfreunde Burg e.V. 1924 ist Mitglied im Deutschen Segler Verband sowie im Landes-Seglerverband Sachsen-Anhalt, der gesamte Verein im Landessportbund und im Kreissportbund. Unsere Abteilung hat etwa 70 Mitglieder, die sich vorwiegend dem Wasserwandern verschrieben haben. Aber auch der Regattasport wird bei uns betrieben. Erfolgreich entwickelte sich Andreas Gluschke, der nach seinem Sieg bei den Deutschen Meisterschaften nun seit 1996 bis 2015 wieder Mitglied der Burger Wassersportfreunde war. Als Vorschotmann wurde er mit Steuermann Frank Lietzmann (Dahme Yachtclub Berlin) 1998 und 2000 Deutscher Meister bei den "Piraten". Die Besatzung belegte bei der Kieler Woche und bei der Europameisterschaft 1999 und im Folgejahr jeweils den 2. Platz. Gluschke war erfolgreichster Sportler des gesamten Vereins. Andere Segler nehmen regelmäßig an überregionalen Segelregatten vorwiegend im Brandenburger Segelrevier teil. Motorbootkapitäne sind in unserer Abteilung willkommen. Trotzdem orientieren wir uns natürlich auf den Segelsport und bemühen uns darum, junge Segelsportler zu gewinnen. Unser Revier erstreckt sich von der Elbe bei Niegripp über den Elbe-Havel-Kanal und den Niegripper See, der sich wenige Kilometer vor den Toren der Stadt Burg befindet, bis hin zu den Brandenburger Havelseen. Der Hafen der Wassersportfreunde Burg, befindet sich direkt am Kilometer 334 des Elbe-Havel-Kanals. Gäste sind bei uns willkommen. Und die „Hafenschänke” bewirtet sie gern.



Wasserwandern

Von Burg sind es noch knapp 4 Tagesreisen bis zum größten deutschen Binnensegelrevier, der Müritz. Nach zwei Schleusungen und etwa 6 Stunden Kanalfahrt, erreicht man das Brandenburger Segelrevier. Nach etwa einer Stunde Fahrt in umgekehrter Richtung und einer Schleusung ist man auf der Elbe. Der Verein liegt also in unmittelbarer Nähe des Wasserstraßenkreuzes mit der spektakulären Trogbrücke über die Elbe.



Die Geschichte der Abteilung

Hafen

Ihre Ursprünge hat die Abteilung Segeln bei den Kanuten der damaligen Betriebssportgemeinschaft "Einheit". Doch dem Wunsch folgend, größere Boote zu bauen und zu segeln, gründete sich am 13. Oktober 1951 unter der Leitung von Willi Hermann die Sektion Segeln. Für diese Abteilung hatte die BSG "Einheit" Burg 1953 in der Apfelstraße eine ehemalige Plakatmalerei als Werft und Bootslager angemietet. Hier bauten Rudi Ranft, Kurt Schüler, Ernst Walter, Walter Katzenellenbogen, Berthold Busch und Erich Rudolf die ersten Jollenkreuzer. Als Slipanlage dienten im Hafen alte Feldbahngleise und eine handbetriebene Ankerwinde. Zum Anlegen wurde ein einfacher Steg errichtet, der aus Holzpfählen mit Bretterbelag bestand.

1960 bekamen wir das erste Wettkampfboot und einen Piraten. Durch die Bildung einer Kinder-Jugendgruppe im Jahr 1963 und der Anschaffung eines zweiten Piraten waren die Voraussetzungen für eine aktive Trainingsarbeit gegeben.
Im Fahrtenwettbewerb des damaligen Bezirkes Magdeburg errangen wir in den Jahren 1961 und 1963 den Sieg. Die Motorbootfahrer in der Sektion Segeln schafften dies 1966, 1967 und 1968.

Ihre erste große Schleppfahrt organisierten die Segler 1962 zu den Mecklenburger Gewässern. Schleppfahrzeuge waren der Dampfer "Mittelelbe" und der Havelschlepper "Irbit"

Im Winter 1962/63 musste der alte Holzsteg demontiert werden. Er wurde durch einen Stahlrohrsteg mit Bohlenbelag ersetzt.
Die Sektionsleitung Segeln faßte 1965 den Beschluß zum Bau einer großen Bootshalle als Winterlager für Segel- und Motorboote. Der Kostenvoranschlag lag bei 120.000 Mark.
Das große Bauvorhaben am Wirtschaftsgebäude von 1967 bis 1970 ging nur langsam voran. Der Stadt Burg sowie der BSG "Einheit" fehlten das Geld für große Schritte. Sehr viel musste deshalb selbst gemacht werden. Auch das Material war knapp. Dennoch wurden im ersten Obergeschoß des Bootshauses eine Wohnung, Toiletten, ein Gastraum und die Wirtschaftsküche geschaffen, im Erdgeschoß Sanitär- und Umkleideräume. Im Keller wurden die Heizung und der Bierkeller untergebracht. Hierfür wurden von den Mitgliedern der Sektionen Kanu, Rudern und Segeln 42.200 freiwillige Aufbaustunden geleistet, was einem materiellen Wert von 245.236 Mark entsprach. Jetzt endlich konnten sich die Sportler nach dem Training waschen und duschen, und der Gaststättenleiter musste das Wasser für die Bewirtschaftung nicht mehr von anderen, entfernt liegenden Grundstücken mit Kannen und Fässern heranschaffen.

Immer mehr ältere Kanusportler waren an einem größeren Boot interessiert. Neue Sportfreunde kamen hinzu. Die Bootsplätze im Winterlager der Segler reichten nicht mehr aus. Die Leitung der Segler mit ihrem Vorsitzenden Ernst Walter beschloss, die Bootshallen mit einem Kostenaufwand von 55.000 Mark zu erweitern und eine neue Slipanlage mit Betonfläche zu bauen. Das gesamte hierfür benötigte Material wurde auf Abbruchbaustellen, z.B. dem alten Hotel "Roland", gewonnen. Auch die Steganlage musste mit Kopfstegen erweitert werden.
Im Sommer 1984 wurde das Bootshaus wegen Baufälligkeit polizeilich gesperrt. Leider war ein Neuaufbau des Bootshauses in DDR-Zeiten trotz vieler Versuche nicht möglich.

In den siebziger und achtziger Jahren war es vor allem Sportfreund Peter Starke, der das Wettkampfgeschehen der Segler des Bezirkes Magdeburg maßgeblich mitbestimmte. Das betraf vor allem die Bezirksmeisterschaften 1975 und 76, bei denen er auf dem R-Kreuzer siegte, sowie die Meisterschaftsregatten in der Ixylon-Klasse, in der er von 1977 bis 1980 die Titel holte und auch noch bis 1985 vordere Plätze belegte.

1978 gelang es ihm, in der P-Kreuzer-Klasse den BDS-Pokal zu gewinnen.
Auch Ulf Starke und Andreas Gluschke nahmen in dieser Zeit erfolgreich an überregionalen Regatten teil. So belegte Ulf Starke bei den Studentenmeisterschaften der DDR den 4. Platz. Durch die Wendezeit bis zum Jahr 2001 leitete Manfred Jordan erfolgreich die Abteilung Segeln.

Die Leitung des Vereins beschloss den Wiederaufbau des Bootshauses. Im Mai 1991 wurde im Rahmen einer sogenannten Arbeitsbeschaffungsmaßnahme (ABM) mit dem Abriß des wegen Baufälligkeit gesperrten Bootshauses begonnen und Baufreiheit für den Neubau geschaffen. Am 1. Juli 1992 erteilte das Bauordnungsamt die Baugenehmigung für das Erdgeschoß. Im September begannen die Bauarbeiten. Die Abteilungen Kanu, Rudern und Segeln zahlten zur Absicherung des Bauvorhabens je 2.000 Deutsche Mark (DM) beim Schatzmeister des Vereins ein. Ende 1992 war das Untergeschoss durch die fleißige Arbeit der Sportfreunde fertig. Mit einem Kredit in Höhe von 40.000 DM konnten eine moderne Ölheizung gebaut und die Wohnung modernisiert werden.

Neben der intensiven Bautätigkeit wurde die sportliche Trainingsarbeit fortgesetzt. Die "Wassersportfreunde Burg e.V. 1924" stellten den Antrag auf Mitgliedschaft im Landessportbund. Große Freude herrschte 1993 bei den Wassersportlern, als Oberbürgermeister Daniel Kohnert das gesamte Bootshausgelände dem Verein als Eigentum übergab.
Im Februar 1994 erhielten die Wassersportler die Baugenehmigung zur Aufstockung des Bootshauses mit einem Mehrzweckraum (Fassungsvermögen: 100 Personen). Die Sportler der drei Abteilungen stellten noch 1994 den Rohbau fertig. Im Oktober 1996 war der Auftrag zum Wiederaufbau des Bootshauses erfüllt, und die Bauabnahme durch das Bauordnungsamt konnte erfolgen.

Besonders erfolgreich entwickelte sich Andreas Gluschke, der nach seinem Sieg bei den Deutschen Meisterschaften nun seit 1996 wieder bei den Burger Wassersportfreunden trainiert. Als Vorschotmann wurde er mit Steuermann Frank Lietzmann (Dahme Yachtclub Berlin) 1998 und 2000 Deutscher Meister bei den "Piraten". Die Besatzung belegte bei der Kieler Woche und bei der Europameisterschaft 1999 und im Folgejahr jeweils den 2. Platz. 2001 konnte Andreas trotz Ausfall seines Steuermannes bei den Deutschen Meisterschaften Platz drei ersegeln. Damit wurde Anreas Gluschke zum bisher erfolgreichsten Sportler des gesamten Vereins.
Peter Starke, Ulf Starke und Dankwart Jung nahmen regelmäßig an überregionalen Regatten teil und belegten vordere Plätze.
In den Jahren 1998 und 1999 hat die Abteilung Segeln die Slipanlage so verändert, daß sie gästefreundlich auch für Trailer zum Aufslippen geeignet ist und mit der nun ebenen Lauffläche früher bestehende Unfallgefahren weitestgehend ausschließt.

Für die Jugendarbeit zur Verfügung stehen eine in früheren Jahren angeschaffte 420er Jolle sowie eine neu angeschaffte Ixylon-Jolle. Sponsoren haben den Bootsbestand erweitert. Sportfreund Johannes Adolf übergab uns einen "Optimist" als Trainingsbot für Kinder.

Jubiläum


Am 13. Oktober 2001 wurde die Abteilung Segeln 50 Jahre alt. Das Ereignis begann am Vormittag mit der Beflaggung des neu hergerichteten Flaggenmastes. Am Abend gab es eine kleine Feier der Segler, bei der die verdienstvollen Sportfreunde Klaus Soecknick †, Andreas Gluschke, Peter Starke, Rolf Katzenellenbogen, Rudi Ranft †, Horst Wernecke und Manfred Jordan im Beisein des Vorsitzenden des Landes-Segler-Verbandes Sachsen-Anhalt, Sportfreund Hans-Jürgen Claußen, mit Ehrenurkunden ausgezeichnet wurden. Die befreundeten Vereine überbrachten ihre Grüße.

Nach Rudi Ranft und Manfred Jordan hatte Peter Wittmann bis zu seinem Ausscheiden aus dem Verein den Vorsitz bei den Seglern inne. Thorsten Jordan übernahm danach das Ruder von Axel Stanke und leitete die Abteilung bis 2015.